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Antifaschismus

Die Gräueltaten des Faschismus und des Nationalsozialismus dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Doch das Erinnern geschieht nicht von selbst: Antifaschist_innen haben seit dem Zweiten Weltkrieg dafür gekämpft, dass den Opfern des Faschismus gedacht und ihre Geschichte nicht vergessen wird und sich dieses Kapitel der Geschichtsschreibung nicht wiederholt.

Wer denkt, Österreich hätte alle Kontinuitäten des Nationalsozialismus überwunden, hat sich geschnitten. Heute ist antifaschistische Arbeit wichtiger denn je, denn: Rechte Parteien in Europa erleben wieder enormen Zulauf. Konservative und deutschnationale Burschenschaften finden in Österreich nach wie vor zahlreiche Mitglieder und haben maßgeblichen Einfluss auf die österreichische Politik. Rechtsextreme Angriffe auf Minderheiten häufen sich und die „Mitte“ der Gesellschaft kann sich nicht entscheiden, ob sie Antifaschist_innen nicht genau gleich schlimm findet, wie Faschist_innen.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ – Primo Levi, Zeuge und Überlebender der Shoa

Es ist die Verantwortung von uns allen, dafür zu kämpfen, dass sich der Faschismus nicht wiederholt. Kämpfen heißt auch Erinnern. In diesem Sinne: Niemals vergeben – Niemals vergessen!

Was ist Antifaschismus?
Das Wort „anti“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gegen“. Antifaschismus heißt also: Gegen Faschismus.

Was ist Faschismus?
Der Faschismus gehörte zu den massenwirksamsten und unheilvollsten politischen Erscheinungen des 20. Jahrhunderts. Faschismus war ursprünglich die Bezeichnung für die politische Bewegung von Benito Mussolini, der als selbsternannter „Duce” (ital: Führer) 1922 in Italien die erste als solche bezeichnete totalitäre Diktatur errichtete. Sie wurde zum Vorbild für eine ganze Reihe weiterer politisch rechtsgerichteter Bewegungen in Europa, die alle unter dem Oberbegriff Faschismus zusammengefasst werden – etwa auch für den Nationalsozialismus unter der Führung von Adolf Hitler.

Was ist die Shoa?
Das hebräische Wort שואה (“Shoa”) ist ein anderer Begriff für das synonym verstandene Wort “Holocaust”. Ein Grund, warum dieser Begriff statt dem Wort Holocaust verwendet wird, ist, dass das Wort Holocaust (griechisch: “vollständiges Brandopfer”) nach Ansicht vieler Jüdinnen_Juden zu sehr die Opferrolle der Ermordeten betont und einen positiven religiösen Sinn des Geschehens impliziert.

Faschismus in Zahlen

  • Rund 6 Millionen Jüdinnen_Juden wurden im Nationalsozialismus ermordet
  • Bei Umfragen halten heute 43 Prozent der Befragten, also fast jede_r Zweite, halten einen starken Mann an der Spitze für wünschenswert
  • 31 Prozent sehen “auch Gutes in der NS-Zeit”
  • Ein Drittel aller unter 35-Jährigen in Österreich hat keine Meinung zum Nationalsozialismus
  • 70.000 Menschen mit Be_hinderungen wurden im Nationalsozialismus ermordet
  • 10.000 sowjetische Kriegsgefangene und mehr als 10.000 Kriegsgefangene anderer Nationen wurden ins Konzentrationslager Auschwitz gebracht
  • Der zweite Weltkrieg forderte 60 – 70 Millionen Tote.
  • 81% der Schüler_innen an Wiener BMHSen können Antisemitismus nicht definieren.

Die Geschichte des Faschismus

Nach dem Ersten Weltkrieg sah sich Italien trotz ihres Sieges vor einer schlechten wirtschaftlichen Lage. Es gab viele invalide Soldaten und Verletzte, die versorgt werden mussten. Durch den Wegfall der Rüstungsindustrie gab es über 500.000 Arbeitslose. Zu jener Zeit war die sozialistische Partei an der Macht. Sie wurde nach dem Krieg gewählt, weil sie 1915 gegen den Kriegsbeitritt plädierte. Doch auch die sozialistische Partei konnte die Arbeitslosigkeit nicht erfolgreich bekämpfen. Streiks und Besetzungen von Fabriken waren die Folge.

Benito Mussolini, späterer Diktator des faschistischen Regimes in Italien, nutzte die zerrütteten Verhältnisse und die Schwäche der parlamentarischen Demokratie in Italien aus, um an die Macht zu kommen. Seine Anhänger_innen fand er vor allem in der Oberschicht und bei Industriellen: Sie sahen in Mussolini und seiner Partei die politischen Kräfte, die sie vor den Streiks der Arbeiter_innen und vor Revolutionär_innen schützen sollten.

Mussolini organisierte einen faschistischen Schlägertrupp, die sogenannten Schwarzhemden. Mithilfe von Einschüchterungen durch die Schwarzhemden und Morden an politischen Gegner_innen (bspw. am Sozialdemokraten Giacomo Matteotti) gelang Mussolini letztendlich die Machtergreifung. Es folgte ein Verbot aller anderer Parteien und der Aufbau einer Geheimpolizei, die Oppositionelle in abgelegene Gebiete deportieren sollten.

Wodurch zeichnete sich der italienische Faschismus aus?

  • Nationalismus, also die Hervorhebung des eigenen Volkes als etwas ganz Besonderes, und Chauvinismus (Grundhaltung der Überlegenheit)
  • Die bäuerliche und kleingewerbliche Lebensform wird verherrlicht
  • Hass auf Minderheiten (Jüdinnen_Juden, Kommunist_innen, Intellektuelle, Kunstschaffende,…)
  • Ein Herrschaftssystem, das Vorrechte der besitzenden Klasse (Oberschicht) schützt
  • Verbot der Opposition: Eine faschistische Partei oder Bewegung herrscht alleine und diktatorisch in einem Einparteienstaat
  • An der Spitze einer faschistischen Bewegung steht immer ein_e Führer_in, der_die von „seinem_ihrem” Volk verehrt wird
  • Politische Gegner_innen werden durch Terror und Propaganda ausgeschaltet
  • Ein faschistisches Land betreibt meist aggressive Außenpolitik und ist imperialistisch

Faschismus in Österreich

Auch Österreich durchlebte eine faschistische Führungsepoche: Den Austrofaschismus, welcher von 1933 bis 1938 bestand. Engelbert Dollfuß war ab 1932 Bundeskanzler und zugehörig zur Partei der konservativen Christlichsozialen. Er führte das autoritäre Herrschaftssystem ein und errichtete einen “Ständestaat” mit einem Parlament, das keine Gesetze beschließen konnte. 1934 verbot er die Sozialdemokratische Partei. Sympathisant_innen wurden verfolgt und eingesperrt.

Auch im Austrofaschismus widerspiegelten sich die Merkmale des italienischen Faschismus. Es gab eine Einheitspartei („Vaterländische Front“) sowie einen bewaffneten Arm derer („Heimwehr“).

Beim „Juliputsch“ der Nationalsozialist_innen im Juli 1934 versuchten deutsche Soldaten, das Bundeskanzler_innenamt zu besetzen und Österreich endgültig an das nationalsozialistische Deutschland zu binden. Der Putsch scheiterte, Dollfuß kam dabei jedoch ums Leben.

Im März 1938 lösten österreichische sowie deutsche Nationalsozialist_innen das austrofaschistische Regime ab. Es wird vom „Anschluss“ Österreichs an Deutschland gesprochen. Beträchtliche Teile der österreichischen Bevölkerung begrüßten das mit Jubel.

Der Nationalsozialismus

Die Anfänge des Nationalsozialismus sind ebenfalls schon auf die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurückzuführen. Rechtsextreme gaben Linken und Jüdinnen_Juden die Schuld am verlorenen Krieg. Den Friedensvertrag von Versailles, der kurz nach dem Ersten Weltkrieg von etlichen am Krieg beteiligten Staaten unterzeichnet wurde, nannten sie „Schandfrieden“. Eine dieser rechtsextremen Gruppierungen war die 1920 in München gegründete NSDAP (Nationalsozialistische Arbeiterpartei). 1921 übernahm Hitler die Führung davon. Nach Vorbild Mussolinis organisierte die NSDAP eigene uniformierte Verbände und paramilitärische Organisationen: Mitglieder der Sturmabteilung (SA) in braunen Uniformen dienten dem Schutz von Parteiveranstaltungen, während die Schutzstaffel (SS), schwarz uniformiert, für Hitlers persönlichen Schutz zuständig war.

Bald dienten beide zur Einschüchterung, Terrorisierung und Vernichtung von Gegner_innen. Nach einem gescheiterten Putschversuch wurde die Partei verboten und Hitler inhaftiert. Nach seiner Freilassung gründete er die Partei trotzdem neu, sie blieb aber bis zur Weltwirtschaftskrise eine unbedeutende Splitterpartei.

Nach der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 hatte die Arbeitslose Masse kein Verständnis für die langsame Entwicklung des Landes. Unter dem Motto „schlechter kann es nicht mehr werden“ setzten vor allem die untere Mittelschicht und Nationalkonservative ihre Hoffnungen auf Adolf Hitler. Von da an gewann die Partei an Zulauf. 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt, seine völlige Machtergreifung erfolgte durch einen propagandastarken Wahlkampf, Verbote von linken Parteien und Medien, Verhaftungswellen von Kommunist_innen und anderen Gegner_innen sowie massiven Einschüchterungen parlamentarischer Gegner_innen durch die SA und die SS, von denen rund 40.000 als Hilfspolizisten eingesetzt wurden. Zudem wurde die GESTAPO geschaffen, die geheime Staatspolizei. Sie besaß weitreichende Machtbefugnisse zur Bekämpfung politischer Gegner_innen und war berüchtigt für ihre brutalen Folter- und Ermittlungsmethoden.

Unter dem nationalsozialistischen Regime wurde eine extrem rassistische und absurde „Rassenlehre“ verbreitet. Ihr zufolge waren „Arier“ die oberste und überlegenste „Rasse“ von allen, „alle anderen Völker“ wurden als Menschen zweiter Klasse kategorisiert. Roma, Sinti und Jüdinnen_Juden hatten in dieser Rassenideologie keine Existenzberechtigung. Hitler schrieb in seinem Buch „Mein Kampf“, dass alles weltgeschichtliche Geschehen nur „Äußerung des Selbsterhaltungstriebes der Rassen“ gewesen sei und „Rassen sich nicht miteinander vermischen“ dürften.

Bemerkung am Rande: Neonazis und Neofaschist_innen von heute wie etwa die „Identitäre Bewegung“, mittlerweile bekannt unter „Die Österreicher“, haben hierfür einen modernen Begriff geschaffen, den sie unter die Bevölkerung bringen wollen: „Ethnopluralismus“. Dies ist kein wissenschaftlicher Begriff, sondern eine Wortneuschöpfung der Neuen Rechten, um den Rassismus-Vorwurf zu umgehen. Dem Begriff liegt die Vorstellung zugrunde, dass „Völker“ unveränderliche kulturelle Identitäten besitzen und die „europäische Kultur“ v.a. von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Ihrem Weltbild nach werden Menschen aufgrund kultureller Zugehörigkeiten klassifiziert. Die „Völker“ dürfen sich nicht vermischen, sondern müssen strikt voneinander getrennt existieren.

Ein weiteres gravierendes Merkmal des Nationalsozialismus war die Glorifizierung der Volksgemeinschaft als nationale Einheit schlechthin. Die Interessen der Einzelnen mussten sich unter jene des „Volksganzen“ unterordnen und “für den Erhalt der Gemeinschaft auch Armut oder Bescheidenheit in Kauf nehmen”, hieß es von der Führungsspitze. Sündenböcke zu finden war auch in dieser Angelegenheit essentieller Teil der Ideologie. Wer keine Leistung brachte, war Feind_in. Dazu gehörten unter anderem Menschen mit Be_hinderungen. Sie wurden zwangssterilisert, ab 1935 wurde ein Eheverbot verhängt und ab 1940 wurden rund 70.000 Meschen mit Be_hinderungen planmäßig vernichtet.

Der rassistische Antisemitismus (Jüdinnen_Judenhass) der Nazis nahm Ausformungen von Diskriminierung im Alltag bis hin zur industriellen Vernichtung und planmäßigem Mord (Shoa) an. Zunächst wurden Jüdinnen_Juden boykottiert: Durch gesellschaftliche Ächtung, Tolerierung von Gewalt gegen sie, Sündenbocktheorien und die Einführung von „Ariernachweisen“ wurde versucht, Jüdinnen_Juden aus dem öffentlichen Leben zurückzudrängen. Als nächster Schritt wurden antisemitische Gesetze beschlossen. Die „Nürnberger Gesetze“ beinhalteten das „Blutschutzgesetz“, das besagte, dass Ehen und Beziehungen zwischen nichtjüdischen und jüdischen Menschen untersagt wurden.

Am 9. November 1938 organisierte die NSDAP eine bis dato unvorstellbare Jüdinnen_Judenverfolgung, das Novemberpogrom, verharmlosend auch „Reichskristallnacht“ genannt. Aus einem Bericht der Sicherheitspolizei geht hervor, dass 191 Synagogen in Deutschland und Österreich in Brand gesteckt und weitere 76 zur Gänze demoliert wurden – und das alles unter reger Beteiligung der Bevölkerung. Rund 20.000 Jüdinnen_Juden wurden festgenommen. Tausende Geschäfte und Wohnhäuser wurden zerstört. Damit begann auch die erzwungene Enteignung von Jüdinnen_Juden, die sogenannte „Arisierung“. Wer das Land verlassen wollte, musste ihr_sein Vermögen zurücklassen. Allerdings waren viele Staaten nicht bereit, Jüdinnen_Juden aufzunehmen.

Ab 1940 wurden Jüdinnen_Juden gezwungen, in „Ghettos“ zu leben. In diesen streng von der Restbevölkerung isolierten Vierteln herrschten katastrophale sanitäre Bedingungen. Wenige Monate darauf begannen die Vorbereitungen für die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in extra errichteten Vernichtungs- und Konzentrationslagern. Bis zum Kriegsende 1945 wurden zwischen 5,5 und 6,3 Millionen Menschen in der Shoa ermordet.

Müssen wir uns heute vor einem neuen Faschismus fürchten?

Das Gefährliche am Faschismus ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung bei der Verfolgung von Minderheiten oder politischen Gegner_innen sowie dem Völkermord an Jüdinnen_Juden, die einst womöglich Nachbar_innen, Arbeitskolleg_innen oder die Trafikhändler_innen ums Eck gewesen sind, tatenlos zugesehen hat. Wie konnte es so weit kommen?

Der Zerfall des gesamten bis zuvor geltenden moralischen Wertesystems schien über Nacht eingetreten zu sein. Stefan Zweig, ein österreichischer Schriftsteller, der 1934 ins Exil nach Brasilien floh, statierte:

“Der Nationalsozialismus hat sich vorsichtig, in kleinen Dosen, durchgesetzt – man hat immer ein bisschen gewartet, bis das Gewissen der Welt die nächste Dosis vertrug.“

Wenn wir hiervon ausgehend versuchen, den Stand des heutigen „Gewissens“ der Welt ausfindig zu machen, müssen wir feststellen: Das Gewissen der Welt toleriert zurzeit gleich mehrere Menschenrechtsverletzungen. Um einige Beispiele zu nennen: Boote mit Geflüchteten auf dem Mittelmeer wurden nachweislich von der griechischen Küstenwache zurück aufs offene Meer gezogen, ihr Bootsmotor zerstört. Geflüchteten im desolat überfüllten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos wird eine Ausreise verwehrt. Die chinesische Regierung in China sperrt die islamische Minderheit der Uigur_innen in sogenannte Umerziehungslager. Mit Donald Trump wurde ein frauen*feindlicher und Rassismus verharmlosender US-Präsident gewählt. Und in Österreich wurde ein Bundeskanzler gewählt, der sich damit brüstet, Fluchtrouten für Menschen in Not geschlossen zu haben.

Konkret in Österreich lässt sich beobachten, dass Rassismus und Islamophobie (Hass gegen Muslim_innen) immer salonfähiger werden. FPÖ-Sprüche wie „Heimatliebe statt Marokkanerdiebe“ oder „SPÖ, ÖVP, Grüne: Radikaler Islam!“ sind keine Neuheit mehr. Doch auch die ÖVP, die stimmenstärkste Partei Österreichs, stellt immer offener rassistische Forderungen. Im Rahmen der Wienwahlen etwa wirbt die Partei damit, dass Gemeindebauwohnungen nur noch für Menschen mit Deutschkenntnissen auf B1-Niveau vergeben werden sollen. Außerdem framed sie die hilfsbedürftigen Geflüchteten im abgebrannten Flüchtlingslager Moria als „Gewaltbereite Migrant_innen“.

Das beängstigendste ist, dass der Protest der Mehrheit der Bevölkerung ausbleibt. Was in der Politikwissenschaft als Rechtsruck bezeichnet wird, könnte man wohl so übersetzen, dass das Gewissen der Welt menschenrechtsbedrohende Forderungen kommentarlos hinnimmt.

Ein weiterer höchst alarmierender Trend: Aus der Studie zu “NS-Geschichtsbewusstsein und autoritäre Einstellungen in Österreich” aus dem Jahr 2017 geht hervor, dass 43% der Österreicher_innen einen „starken Führer an der Spitze“ als wünschenswert erachten. Weitere 31% sehen “auch Gutes in der NS-Zeit”. Erschreckend ist auch, wie wenig Wissen bei jungen Menschen vorhanden ist. Ein Drittel aller Personen unter 35 hat gar keine Meinung zum Nationalsozialismus.

Diese Entwicklungen deuten selbstverständlich nicht zwingend auf Gefahren eines erneuten Nationalsozialismus hin und können nicht mit der Entwicklung der damaligen Zeit gleichgesetzt werden. Dennoch sind oben Genanntes Verhältnisse, die von der Definition von faschistoider Politik nicht mehr allzu weit entfernt stehen.

Was ist die Antifa?

Die „Antifa“ wird ein immer beliebteres Thema von Rechten mit nicht weniger Bekanntheitsgrad als Donald Trump. Dabei wird das Bild einer gewalttätigen organisierten Gruppe gemalt. Die „Antifa“ ist in Wirklichkeit keine Organisation, sondern Zusammenschlüsse von Personen mit antifaschistischer Überzeugung, die oftmals autonome Kollektive schaffen. Die Arbeit von antifaschistischen Gruppen zeichnet sich oftmals durch spontane Aktionen aus, die lokal gegen Faschist_innen oder für das Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen ausgeführt werden.

Antifaschistische Arbeit kann auch andere Formen annehmen. Antifaschistische Bildung, zum Beispiel, ist ein wichtiger Bestandteil der Erinnerungs- und Gedenkkultur. Ob und wie wir im Unterricht über den Faschismus lernen, ist eine Angelegenheit, die von politischen Kräften immer wieder zu beeinflussen versucht wird.

Als Schüler_innen sehen wir es als unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass über faschistische Erscheinungen und Verbrechen im Unterricht aufgeklärt wird und sich mit den Mechanismen von Ausgrenzung und Verfolgung befasst wird. Denn:

Unsere Generation ist nicht dafür verantwortlich, was geschehen ist – doch es liegt in unserer Verantwortung, dass es nie wieder passiert.

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