Das KZ Mauthausen war von 1938 bis 1945 das Zentrum eines Systems von über 40 Außenlagern und ein zentraler Ort der NS-Verfolgung in Österreich. Von rund 190.000 Häftlingen wurden mindestens 90.000 ermordet. Heute ist die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ein Gedenkort, Friedhof und Bildungsstätte. Sie bewahrt die Erinnerung an die Opfer, thematisiert die Verantwortung von Tätern und Mitwissenden und fördert die Auseinandersetzung mit der Geschichte für Gegenwart und Zukunft.
Der Audioweg Gusen ist eine begehbare „Skulptur“ des Künstlers Christoph Viscorsum und kein klassisches Mahnmal. Er macht das verdrängte Gedächtnis des Ortes erfahrbar, an dem einst die KZ Gusen I und II standen. Mithilfe von Kopfhörern hören Besucher_innen Erinnerungen von Überlebenden, Zeitzeugen aus der Region sowie ehemaligen Tätern und Wachpersonal. Begleitet vom Klang der Landschaft rekonstruieren sie so die Geschichte des ehemaligen Lagerkomplexes.
