Frauen & Feminismus
Frauenpolitische Schwerpunkte sind ein wesentlicher Teil Arbeit in der AKS.
Auch heute sind Frauen in den meisten Bereichen benachteiligt. Zwar auf dem Papier gleichberechtigt, gibt es immer noch enorme Unterschiede im Einkommen von Mann und Frau, weiterhin existieren Rollenbilder, Frauen werden diskriminiert oder einfach als Sexobjekt gesehen.
Um Zeichen zu setzen und Schritte nach vorne zu machen, beschäftigt sich
die aks intensiv mit den verschiedensten Facetten der Diskriminierung
von Frauen. Hier findest du einige Beispiele und Erklärungen, warum es
immer noch wichtig ist, für die Rechte der Frauen zu kämpfen!
Sexismus
„Sexismus“ bezeichnet die Diskriminierung oder die Unterdrückung eines Menschen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit.Geprägt wurde dieser Ausdruck von der US- amerikanischen Frauenbewegung der 60er Jahre und wurde an den Begriff „Rassismus“ (racism – sexism) angelehnt.Ursprünglich bezog er sich ausschließlich auf die Diskriminerung/Unterdrückung der Frauen. Inzwischen sind die Bedeutungen dieses Begriffes weiter gefächert. Vor allem geht es um Rollenbilder (die sowohl Frauen, als auch Männer betreffen). Es spielt aber auch ein struktureller Aspekt mit, der die diskriminierenden Mechanismen des Gesellschaftssystems, das Patriarchats, betont.
Die aks spricht sich klar gegen Sexismus aus. Rollenbilder sollten der Vergangenheit angehören – es ist nicht das Schicksal einer Frau, hinter dem Herd zu stehen: Frauen sind nicht das schwache Geschlecht! Es ist auch nicht das Schicksal eines Mannes, Alleinernährer und pater familias zu sein: Männer sind nicht das starke Geschlecht!
“Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren”, “…ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht,…”.
Es gibt keinen Grund, warum Männer nicht weinen dürfen, warum Frauen und Männer nicht das gleiche Gehalt und die gleichen Aufstiegschancen haben sollten, warum man sich nicht gegen Stereotypen wehren sollte…
Gleichberechtigt?
Manche Menschen scheinen eine etwas komische Definition von Gleichberechtigung zu haben. Denn die Welt in der wir leben, wird überwiegend von Männern geprägt, obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung darstellen. Fakt ist, Frauen verdienen auch noch 2006 – mitten im schönen Österreich – bis zu einem Drittel weniger als Männer. Fakt ist auch, dass von den weltweit 1,3 Milliarden Menschen, die in akuter Armut leben (weniger als 1 US-Dollar pro Tag), 70 Prozent Frauen sind. Außerdem sind 99 Prozent des Gesamteigentums auf der Welt in den Händen von Männern und nur 10 Prozent des Welteinkommens gehen an Frauen, während von den Kindern die keinen Zugang zu Bildung haben 2/3 Mädchen sind.
Frauen schminken sich. Männer verändern die Welt.
In einer Zeit der Medien, wie zum Beispiel Fernsehen und Zeitungen, werden Rollenbilder bewusst, wie unbewusst vorgegeben und beeinflussen so unser Weltbild. So zieht sich die unterschiedliche Darstellung von Frauen und Männern durch sämtliche Medien.
Die Klischees vom „starken“ und „schwachen“ Geschlecht werden oft unreflektiert durch Bilder und Texte wiedergegeben; der Mann, der als erfolgreicher Familienernährer dargestellt wird, versorgt die Frau, die den Haushalt macht und mit ihren Freundinnen über Waschmittel redet.
Besonders stark werden Rollenklischees wie diese in Werbungen vermittelt:
78 Prozent der Frauen, die in den Spots über den Bildschirm hüpfen, wirken entweder naiv und unselbstständig oder romantisch und verführerisch.
Nur 12 Prozent der Darstellerinnen haben eine erfahrene und selbstbewusste Ausstrahlung.
Die Problematik ist, dass je öfter diverse (Rollen)Bilder von der Medienlandschaft aufgegriffen und verwendet werden, umso nachhaltiger und konsequenter ist der Einfluss dieser Klischees – auch wenn mit diesen Stereotypen viel subtiler gearbeitet wird als früher. Medien geben somit einer Gesellschaft Leitbilder vor, die uns auch dementsprechend prägen. Durch die tägliche Versorgung mit Informationen transportieren sie Normen und gesellschaftliche Werte. Wie diese „Medienrealität“ aussieht hängt einerseits von den üblichen Denkweisen und gesellschaftlichen Normen ab und andererseits davon WER das Medium gestaltet. Grundsätzlich ist der Journalismus bis heute ein männlicher Beruf geblieben. Der Großteil der weiblichen Redakteurinnen, die bei den Zeitungen, Fernseh- und Radiostationen Fuß fassen können, ist auf wenige Ressorts beschränkt: Familie, Gesundheit, Mode und Garten. Die einflussreichen Themen wie Politik, Wirtschaft und Sport sind meistens in männlicher Hand. Untersuchungen der Mediawatch untermauern diesen Zustand: 81 Prozent der Nachrichten werden von Männern dominiert - nur 19 Prozent gehen auf das Konto von Frauen. Obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, nehmen sie nicht einmal ein Fünftel der Berichterstattung im Fernsehen ein.
Durch die Einflüsse der Medien, aber auch des sozialen Umfelds, werden uns von klein auf Rollenbilder antrainiert. So ist die Zeit, die wir in der Schule verbringen, maßgeblich an der Entwicklung, der Ausformung unserer Persönlichkeit und unserer Bewusstseinschaffung beteiligt. Wenn sich die Darstellung von Frauen im Unterricht und in Schulbüchern auf Haushaltsarbeit beschränkt, wenn Buben in einer Klassengemeinschaft mehr Raum einnehmen als Mädchen, wenn Lehrer_innen in Bereichen wie Gleichstellung der Geschlechter keine speziellen Schulungen erhalten, wenn sexistische Witze zum Alltag gehören, dann wirkt sich das alles auf die Weltbilder und Einstellungen der SchülerInnen aus.
Sei frech und wild und wunderbar!

Deshalb muss Sensibilisierung der Schüler und Schülerinnen bezüglich Rollen und Klischees in der Schule beginnen! So ist die Zeit, die wir in der Schule verbringen, maßgeblich an der Entwicklung, der Ausformung unserer Persönlichkeit und unserer Bewusstseinschaffung beteiligt. Wenn sich die Darstellung von Frauen im Unterricht und in Schulbüchern auf Haushaltsarbeit beschränkt, wenn Buben in einer Klassengemeinschaft mehr Raum einnehmen als Mädchen, wenn LehrerInnen in Bereichen wie Gleichstellung der Geschlechter keine speziellen Schulungen erhalten, wenn sexistische Witze zum Alltag gehören, dann wirkt sich das alles auf die Weltbilder und Einstellungen der Schüler_innen aus.









