Aktion kritischer Schüler_innen


„Nicht nur der Bundesschulsprecher ist schon zu lange im Amt, auch das Wahlsystem muss endlich erneuert werden.“

29. September 2017

Wien (OTS) – Am Sonntag fanden sich zum ersten Mal alle neuen Mitglieder der Bundesschüler_innenvertretung zusammen und wählten den neuen Bundesschulsprecher Harald Zierfuß. Bei den BSV-Wahlen sind alle 27 Landesschulsprecher_innen sowie zwei Sprecher_innen der Zentrallehranstalten (ZLA) wahlberechtigt. „Wenn 29 Personen den Vertreter für mehr als eine Million Schüler und Schülerinnen wählen, dann können wir nicht von einem demokratischen Wahlsystem reden“, kritisiert Jasmin Chalendi, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS).

Seit Jahren fordert die AKS eine Demokratisierung der Schüler_innenvertretung auf allen Ebenen. Als erste Schüler_innenorganisation Österreichs forderte sie bereits 1987 die Direktwahl der Schulsprecher_innen. Auch die BSV soll direkt gewählt werden. „Schülerinnen und Schüler müssen ihre eigene Vertretung wählen können, sowohl auf Schulebene als auch auf Landes- und Bundesebene“, erklärt Chalendi.

Auch die Intransparenz und Handlungsunfähigkeit der BSV sind Folgen des indirekten Wahlsystems. „Obwohl die BSV die Aufgabe hat, alle Schüler_innen Österreichs zu vertreten, kennen die wenigsten Schüler_innen den Bundesschulsprecher “, so Alexandra Seybal, Landesschulsprecherin in Vorarlberg.

Auch Moritz Ibesich, ebenfalls Mitglied der BSV und TGLA-Sprecher, betont, dass Schüler und Schülerinnen endlich über ihre eigene überschulische Vertretung mitentscheiden müssen. „Nur durch die Direktwahl der überschulischen Vertretung bekommen wir die Aufmerksamkeit von Medien und Politik, die uns zusteht. Denn wer nimmt schon einen Bundesschulsprecher ernst, der wie jetzt von 24 Schülern und Schülerinnen gewählt wurde?“