Aktion kritischer Schüler_innen


identities. Queer Film Festival Wien

1. Juni 2017

8. bis 18. Juni 2017

Filmcasino, Metro Kino, Gartenbaukino

www.identities.at / www.facebook.com/iQFFw

 

identities 2017 präsentiert einen umfassenden Einblick in das aktuelle internationale Queer Cinema. Mit rund 90 Filmen, zahlreichen Österreichpremieren, Gästen und Events ist identities ein lebhafter Bestandteil urbaner Stadt- und Gesellschaftskultur. Mit dabei sind dieses Jahr auch wieder viele Filme, die das Themenfeld Schule, Coming-of-Age und Identitätsfindung modern und differenziert bearbeiten.

 

In der schroffen Bergwelt der Pyrenäen spiegelt sich in Quand on a 17 ans/Being 17 die Dichotomie von Stadt und Land in der Beziehung von Thomas und Damien wider, die sich nach Provokation, Ablehnung, Aggression und physischer Spannungsentladung langsam ihre Gefühle eingestehen können. Ein feinfühliges Panorama von jugendlicher Selbstfindung, Unsicherheiten, patenten Frauen/Müttern, der Suche nach Identität(en), Vorbildern und persönlichem Glück. In der Baisers cachés/Hidden Kisses bearbeitet Didier Bivel die Themen Coming-out, selbstbewusstes queeres Sein (für Schüler_innen und Lehrer_innen) sowie Mobbing und Solidarität über Nathan. Er ist 16, der Neue an der Schule und wird bei einem Kuss mit einem anderen Jungen auf einer Party fotografiert. Als das Bild auf Facebook hochgeladen wird, beginnt eine öffentliche Entblößung, Verhandlung von Vorurteilen, inklusive Unterstellungen, Halbwahrheiten und zunehmend handgreiflichen Anfeindungen.

In First Girl I Loved ist es mit dem Coming-out und Verständnis der Familien allerdings nicht so einfach. Als es zwischen Anne und Sasha Basañez, Leaderin des Softball-Teams und beliebteste Schülerin einer High School in Los Angeles, funkt, entdecken diese zwar in Gedanken- und Gefühlsturbulenzen schnell ihre Sexualität, doch Familie, (religiöse) Traditionen und auch die eigene Freund_innenclique üben Druck auf die erste Liebe aus. Queere Filme aus Ecuador sind selten, umso mehr erfreut Micaela Ruedas mit kleinem Budget und Team entstandenes, selbstbewusstes Regiedebüt Sácame a pasear/Take Me for a Ride, das ebenfalls im Schulkontext angesiedelt ist und nach einigen Anlaufschwierigkeiten ein Happy End mit einer letztlich doch aufgeschlossenen, verständlichen Familie erzählt.

Spielzeiten und weitere Filme zum Thema:

Qand on a 17 ans/Being 17: 11. Juni, 20 Uhr, Filmcasino

Baisers cachés/Hidden Kisses: 12. Juni, 22:15 Uhr, Filmcasino

First Girl I Loved: 15. Juni, 20 Uhr, Filmcasino

Sácame a pasear/Take Me For a Ride: 14. Juni, 22 Uhr, Metro Kino Historischer Saal

Barash/Blush: 10. Juni, 18 Uhr, Filmcasino

Mãe só há uma/Don’t Call Me Son: 14. Juni, 22 Uhr, Filmcasino

Kapgang/Speed Walking: 9. Juni, 22 Uhr, Filmcasino

Siebzehn: 13. Juni, 20 Uhr, Metro Kino Historischer Saal

Die Mitte der Welt: 17. Juni, 22 Uhr, Metro Kino Historischer Saal