Aktion kritischer Schüler_innen


Unser neues Team für das Schuljahr 2017/18

29. Mai 2017

Am Wochenende des 27. und 28. Mai fand unsere 18. Bundeskonferenz  statt. Unter dem Leitspruch „Mensch ärgere dich“, welcher der aktuellen Kampagne der Organisation entnommen ist, tagten über 80 Schüler_innen im Alten Rathaus in Linz, um über bildungs- und gesellschaftspolitische Anträge zu diskutieren und unser neues Bundesteam zu wählen.

Die Delegierten wählten mit großer Mehrheit die Wienerin Jasmin Chalendi wieder als Bundesvorsitzende der Schüler_innenorganisation „Ich freue mich sehr auf das nächste Jahr – mit dem neuen Team werden wir die auf die gute Arbeit des letzten Jahres aufbauen, um in Zeiten des Rechtsruckes eine große und starke progressive Schülerinnen- und Schülerbewegung zu sein“, so Chalendi.

Als Bundessekretärin wurde Marlene Kohlberger aus Oberösterreich gewählt. Das Team wird komplettiert von Hannah Svoboda (Niederösterreich) als Bundesfrauen*sprecherin, der Wienerin Victoria Bentz, der Tirolerin Svenja Knisel und Johanna Teufel aus Vorarlberg.

Im Zentrum der 18. Bundeskonferenz stand neben den Wahlen des neuen Bundesteams außerdem die Diskussion verschiedenster Anträge und Resolutionen. Der inhaltliche Leitantrag zur aktiven Arbeit und dem engagierten Auftreten gegen den weltweiten Rechtsruck wurde von den Delegierten einstimmig angenommen. „Wir dürfen nicht länger zuschauen, wenn Frauen diskriminiert, Menschen abgeschoben werden und eine rechte Partei nach der anderen Wahlen gewinnt“, fordert die Vorsitzende Jasmin Chalendi und richtet deutliche Worte vor allem an die Bildungspolitik: „Gerade in der Schule kommt die politische Bildung noch viel zu kurz, hier braucht es endlich ein eigenes Fach!“

Zudem wurden Anträge zu bildungspolitischen Maßnahmen diskutiert und abgestimmt, die zeigen, dass die Diskussionen um die Bildungsreform vielen Schüler_innen nicht weit genug gehen. Chalendi dazu: „Die Bildungsreform, die seit Monaten verhandelt wird, muss endlich im Parlament abgestimmt werden, damit ein erster Schritt in Richtung eines progressiven Bildungssystems gesetzt wird! Die im Herbst anstehenden Neuwahlen können auch eine Chance sein, ein Bildungssystem zu schaffen, in dem Bildung nicht mehr vererbt wird!“

Um selbst einen konstruktiven Beitrag für bildungspolitische Debatten zu leisten, stimmten die Delegierten über neue Konzepte, wie zum Beispiel die fehlenden Seiten des Aufklärungsunterrichtes oder einen Vorschlag zur Durchführung des Lehrpersonenfeedbacks ab, das im Rahmen der Bildungsreform verhandelt wird. „Mit den beiden abgestimmten Konzepten wollen wir als Organisation von Schülerinnen und Schülern zeigen, dass wir konkrete, umsetzbare Ideen haben, wie wir unseren Schulalltag verbessern können. Die fehlenden Seiten und der Feedbackbogen sind weitere Beweise dafür, dass die Politik enorm davon profitieren würde, wenn sie auf uns Schülerinnen und Schüler eingehen und uns zuhören würde“, so Chalendi abschließend.