Aktion kritischer Schüler_innen


Internationaler Tag der Migrant_innen

18. Dezember 2015

Als Migrant_innen werden jene Menschen bezeichnet, die von einem Wohnsitz/Land zu anderen Wohnsitzen/Ländern wandern beziehungsweise durchziehen. Entweder sind sie dauerhaft nicht-sesshaft, oder sie geben ihren bisherigen Wohnsitz auf, um zu einem anderen Wohnsitz zu ziehen.

(Wikipedia Definition zu Migrant_innen)

Heute am internationelen Tag der Migrant_innen wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Migration uns alle betrifft, und nicht nur – wie es die Wikipedia-Definition impliziert – eine Frage des Umzugs bedeutet.

In Zeiten in denen Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern in Europa ein neues Zuhause und Hilfe suchen, ist das Thema der Migration aktueller denn je. Umso wichtiger ist es sich gut und reflektiert mit den Umständen auseinanderzusetzen und auch klar zwischen Asyl und Migration zu unterscheiden. Denn Flüchtlinge sind Menschen, die im eigenen Land nicht mehr sicher leben können, während Migrant_innen ihre Herkunftsländer aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen.

In der Schule ansetzen

Migration ist nicht nur aus wirtschaftlicher und politischer Sicht wichtig, sondern besonders auch für uns Jugendliche von essentieller Bedeutung. Menschen sollen unabhängig von ihrer unterschiedlichen Herkunft in der Schule genau die gleichen und fairen Chancen auf Bildung bekommen. Wie sollen sich Neu-Österreicher_innen sonst in unserer Gesellschaft bzw. Schule einbringen können, wenn ihnen nicht die Möglichkeiten geschaffen werden? Darüber hinaus ist es wichtig für Schüler_innen Offenheit, Akzeptanz und Vielfalt in der Schule zu leben. Es sollte nicht nur kulturelle Umstände geben, die Schüler_innen voneinander unterscheiden. Genauso wichtig ist es neue und andere Religionen, Ethnien, und Sprachen in der Schule sichtbar zu machen. Wie sonst sollten Migrant_innen und deren Kultur in unserer Gesellschaft akzeptiert werden wenn sie es in der Schule nicht werden?

Rassismus löst keine Probleme, es ist das Problem

Leider schaffen es Stammtischparolen und verfälschte Aussagen über Migrant_innen immer noch viele Menschen zu überzeugen. Die FPÖ beispielsweise bedient sich zu Wahlkampfzwecken gerne und oft an populistischen und rassistischen Aussagen. Doch rassistisches Gedankengut löst keine Probleme. Stammtischparolen führen zu keiner Verbesserung der aktuellen Situation. Und durch populistische Plakate und Werbung verschwinden Migrant_innen nicht.

Viel wichtiger ist es bei uns, in unserer Gesellschaft, anzusetzen und die Umstände hier zu ändern. Migration ist keine Bringschuld. Wir sind genau so dafür verantwortlich den Menschen, – die oft nicht freiwillig ihre Heimat verlassen und nach Europa/Österreich kommen -, ein neues Zuhause zu bieten, in dem sich alle wohlfühlen können und rechte Hetze die Menschen nicht spaltet.

Zum Tag der Migrant_innen wollen wir unsere Offenheit und unsere Solidarität mit jenen Menschen zeigen, die immer noch aufgrund ihrer Herkunft und Ethnie ausgeschlossen und benachteiligt werden. Wir stehen für eine Schule und Gesellschaft in der alle willkommen sind. Egal woher sie kommen. Egal wohin sie kommen. Egal wieso sie kommen.