Aktion kritischer Schüler_innen


Schuldspruch im Fall Jahn B. ist ein Skandal!

9. November 2015

Mit Jahn B. wurde heute ein weiterer antifaschistischer Demonstrant, der Zivilcourage gezeigt hat, indem er bei einer unverhältnismäßig brutalen Festnahme eingeschritten ist, von der österreichischen Justiz trotz widersprüchlicher Zeug_innenaussagen und Kameraaufnahmen schuldig gesprochen.

„Nach dem skandalösen Urteil im Fall Josef S. im Sommer 2014 ist dies nun der zweite Schauprozess gegen einen Antifaschisten und linken Demonstranten in nur zwei Jahren“, zeigen sich die Vorsitzenden der drei linken Jugendorganisationen Katrin Walch (VSStÖ), Julia Herr (SJ) und Christina Götschhofer (AKS) empört.

„Es ist schockierend, dass gerade heute, an einem Tag, an dem wir den Opfern der Novemberpogrome von 1938 gedenken, erneut jemand ohne Beweise verurteil wird, der gegen Faschismus und Rechtsextremismus auf die Straße gegangen ist. Die Prozesse gegen antifaschistische Demonstrant_innen dienen offenbar dazu, antifaschistischen Protest zu delegitimieren. Eines ist aber klar: wir lassen uns nicht einschüchtern und fordern ein Ende dieser Schauprozesse“, so die Vorsitzenden.

„Wenn Menschen, die Zivilcourage zeigen, von der Justiz verfolgt und ohne Beweise verurteilt werden, dann ist das ein Skandal. Das zivilgesellschaftliche Engagement bei der Hilfe für Flüchtende zeigt, dass wir Menschen brauchen, die handeln und nicht zusehen, wenn Ungerechtigkeiten geschehen oder andere Hilfe brauchen“, so die Vorsitzenden abschließend.

Jahn B. wurde zu einer Schadensersatzzahlung in der Höhe von 14.800 Euro verurteilt. Das Bündnis „Linz gegen Rechts“ hat bereits ein Spendenkonto eingerichtet:
Kontoinhaberin: Bündnis Linz gegen Rechts
IBAN: AT93 5400 0002 0065 9688
BIC: OBLAAT2L
Verwendungszweck: „Spende für Prozesskosten“

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